Archiv für September 2010
Veranstaltungstipp:”Generation 50plus aktiv im Netz gegen Nazis”- Workshop am 28. Oktober in Berlin
Es geht weiter! Am 28. Oktober findet wieder ein Workshop des Projekts “Generation 50plus aktiv im Netz gegen Nazis” statt! Diesmal heißt es in Berlin: Für Demokratie im Internet diskutieren. Seien Sie dabei!
- Wie kann ich im Internet gegen Rechtsextremismus aktiv werden?
- Wie erkenne und begegne ich neonazistischen Argumentationen?
- Wie kann ich meine Lebenserfahrung für Demokratie einsetzen und Jugendliche erreichen?
Das sind einige Fragen, die wir in unseren Workshops behandeln möchten!
So ist der Workshop strukturiert:
- Part I: Neonazis heute
Hier geht es ebenso um die »modernen Nazis«, um ihre Ideologie, ihre Strategien und ihre Erkennungsmerkmale wie um Gegenstrategien in der realen und in der virtuellen Welt. - Part II: Das Internet und seine Foren, Chats und sozialen Netzwerke
Hier lernen Sie die Grundlagen für die Nutzung des Internets und seiner interaktiven Angebote kennen. - Part III: Moderationstraining
Hier werden Sie auf Ihren Einsatz als Moderator oder Moderatorin bei netz-gegen-nazis.de oder ähnlichen Communities vorbereitet. Anhand von ausgewählten Beispielen lernen Sie, wie man rechtsextreme User erkennt und wie man als Moderator oder Moderatorin gegen diese vorgehen kann.
Die aktuellen Workshop-Termine für 2010:
Berlin:
Do. 28. Oktober, 11. 00- 17.30 Uhr
Den genauen Veranstaltungsort erfahren Sie bei der Anmeldung!
Anmeldung
Wenn Sie dabei sein möchten, melden Sie sich bitte an unter
030. 24 08 86 24
oder
ngn@amadeu-antonio-stiftung.de.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Das Projekt „Generation 50plus aktiv im Netz gegen Nazis“
Für Menschen der Generation 50plus gehört das Internet vielfach zum Alltag. Doch im interaktiven Teil der virtuellen Welt, dem der Foren, Chats und sozialen Netzwerke, sind sie bisher selten vertreten. Dabei finden hier die Diskussionen statt, bei denen lebenserfahrene Meinungen und Ideen gefragt sind. Denn oft bleiben etwa demokratiefeindliche Positionen oder rassistische Hetze unbeantwortet, weil den (jugendlichen) Mitdiskutanten die Argumente fehlen.
Deshalb bieten Ihnen Netz gegen Nazis und seine Partner, der Generali Zukunftsfonds der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und die Landeszentrale für politische Bildung Berlin, an, Ihnen das Wissen zu vermitteln, um die interaktiven Seiten des Internet zu erobern. Tauschen Sie sich dort mit Jugendlichen aus und entwickeln Sie gemeinsam Strategien gegen Rechtsextremismus. Verteidigen Sie die Demokratie im Internet, wo Menschen die Freiheit der virtuellen Welt nutzen, um Hetze gegen Menschen zu verbreiten, Ängste zu schüren und Verschwörungstheorien als die Wahrheit zu verkaufen. Auch als ehrenamtliche Moderatorinnen und Moderatoren für Netz-gegen-Nazis.de können Sie Ihre Lebenserfahrung einbringen.
Ausschluss: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen!
Unterstützt vom Generali Zukunftsfonds.
Nazispektakel am 16.10. in Leipzig verhindern!
Mit insgesamt 4 verschiedenen Aufmärschen wollen Neonazis am 16.Oktober in Leipzig demonstrieren. Mit diesem Spektakel wollen sie die gescheiterte Demonstration vom Vorjahr (17.10.2009) wiederholen, die aufgrund eines starken zivilgesellschaftlichen und antifaschistischen Engagements verhindert wurde. Im Vorjahr konnten die rund 1300 Neonazis keinen einzigen Meter demonstrieren, da sie von über 3000 Gegendemonstrant_innen und der Polizei regelrecht eingekesselt und blockiert waren.
Gegen dieses braune Spektakel rufen zwei Bündnisse auf, die fest zusammenarbeiten : ein bürgerliches Bündnis namens ”Leipzig nimmt Platz”, welches bereits im Vorjahr gegen den Naziaufmarsch aufrief und ein antifaschistisches Bündnis namens ”Roter Oktober Leipzig”. Beide rufen in geübter Manier dazu auf den Naziaufmarsch zu blockieren. Pressesprecher_innen des ”Leipzig nimmt Platz”-Bündnis Gunnar Georgi und Juliane Nagel dazu:
„Wir können nicht schweigend zusehen, wenn die Neonazis am 16.10. ihre antisemitische und rassistische Ideologie auf die Straße tragen wollen. Zivilgesellschaftlicher Protest ist richtig und wichtig. In diesem Sinne freuen wir uns über den regen Zuspruch, den die Pläne des Aktionsnetzwerkes jetzt schon genießen. Dies zeigt, dass viele Menschen in dieser Stadt und darüber hinaus aktiv für eine demokratische Gesellschaft einstehen wollen.“
Wie absurd dabei teilweise die Themen der Nazis sind, zeigt das Motto der 4. angemeldeten Demonstration: „Gegen linksradikale Hetze durch Roter Stern Leipzig“, das sich gegen den Sport- bzw. Fußballverein Roter Stern Leipzig richtete, welcher erst im vergangenen Jahr den Sächsischen Förderpreis für Demokratie erhielt. Diese 4. Demonstration soll außerdem mitten durch den als äußerst links-alternativ bekannten Leipziger Stadtteil Connewitz gehen und ist somit als reine Provokation zu verstehen.
Die Stadt an sich plant bis jetzt noch kein Verbot einer oder aller Naziaufmärsche. Interessant ist dabei auch, dass der Leipziger Polizeipräsident Horst Wawrzynski diesmal wohl nicht die Einsatzleitung übernehmen darf, da gegen ihn noch ein Verfahren von Seiten der Nazis läuft wegen der Demonstration des Vorjahres. Dieser Umstand ist sehr bedauerlich, da die erfolgreiche Blockade des Vorjahres u.a. maßgeblich durch ihn ermöglicht wurde.
Eine besondere Rolle spielt der 16.10. in Leipzig aus zwei verschiedenen Gründen: Als erstes ist der 16.10. für die Neonaziszene eine Art Testlauf für den 13.02.2011 in Dresden, wo bereits 3 Demonstrationen angemeldet sind und eine Art Sternmarsch versucht werden soll. Dieses Strategie stammt vom bekannten Neonazi Christian Worch, der jahrelang Nazidemos in Leipzig anmeldete, und zielt darauf ab sowohl Polizei als auch das Potential der Gegendemonstrant_innen zu spalten. Das Konzept ist bereits jetzt in Leipzig deutlich zu erkennen, die 4 angemeldeten Demonstrationen der Nazis sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und es bleibt abzuwarten wie viele Demonstrationen die Nazis noch anmelden. Der zweite Grund ist, dass die Neonazis nach ihren gescheiterten ”Großdemonstrationen” in Dresden, Berlin und Dortmund nun einen neuen Ort suchen, an dem sie diese weiter durchführen können und der antifaschistische Widerstand zu schwach ist um es zu verhindern.
Es ist also besonders wichtig die Nazis am 16.10. in Leipzig vom Gegenteil zu überzeugen und mit geballter Power auf die Straße zu gehen gegen Rassismus, Homophobie, Antisemitismus und Volksverhetzung! Die Piraten gegen Rechts rufen aus diesem Grund alle Bürger_innen und Pirat_innen dazu auf, am 16.10. nach Leipzig zu fahren und für eine Gesellschaft ohne Nazis auf die Straße zu gehen!
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Leipzig nimmt Platz Bündnis: http://leipzignimmtplatz.blogsport.de/
Roter Oktober Leipzig Bündnis: http://1610.blogsport.de/
Aufruf: http://1610.blogsport.de/aufruf/
Material: http://1610.blogsport.de/mobimaterial/
Infos:
zur 4ten Demo: http://de.indymedia.org/2010/09/290535.shtml
zur 3ten Demo: http://de.indymedia.org/2010/09/289833.shtml
zu den ersten beiden Demos: http://de.indymedia.org/2010/09/289336.shtml
Ein neuer Abschnitt beginnt
Wie euch eventuell auffällt besitzen die ”Piraten gegen Rechts” eine neue Homepage. Doch diese soll nicht nur einen optischen Schnitt in unserer Laufbahn als Initiative symbolisieren, sondern sie ist für uns auch ein guter Anlass um noch einmal so richtig durchzustarten und die Piratenpartei aufzumischen.
Unsere Ziele bleiben dabei weiterhin die selben, wir wollen innerhalb der Partei für Informationen, Aufklärung und natürlich für mehr Engagement gegen Rechtes Gedankengut sorgen und außerhalb Kontakte zu NGO’s, Bündnissen und anderen Parteien aufbauen um mit diesen gemeinsam zu agieren.
Wir verstehen uns dabei weiter als Initiative außerhalb der Piratenpartei, die frei von Satzung und Reglementierungen ist, sich allerdings trotzdem an Standards orientiert. In Zukunft ist es allerdings auch verstärkt in unserem Interesse, Arbeitsgemeinschaften und andere Strukturen innerhalb der Partei zu etablieren, um mit euch zusammen mehr gegen Rechtes Gedankengut zu tun.
Aus diesem Grund würden wir uns sehr darüber freuen, wenn ihr Lust oder Bereitschaft zeigt mit uns in Zukunft zusammenzuarbeiten.



