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Stellungnahme: Piratenpartei kein Sammelbecken für rechtes Gedankengut
Gestern kam es innerhalb der Piratenpartei zur Enthüllung zweier Mitglieder mit NPD-Vergangenheit. Dabei wurde öffentlich, dass Valentin Seipt der für die Piraten Kreisvorsitzender in Freising ist und Matthias Bahner der als Pirat in den Kreistag von Vorpommern-Greifswald gewählt wurde, eine Vergangenheit als Mitglieder der NPD haben.
Es handelt sich bei Bahner nach eigenen Angaben um eine Jugendsünde mit der Begründung „Diese Mitgliedschaft sei aber nie Ausdruck seiner politischen Einstellung gewesen und habe sich ausschließlich auf Freizeitaktivitäten beschränkt“. Wir sind allerdings der Meinung das man mit 18 Jahren reif genug sein müsste um die Ideologie der NPD zu verstehen und vor allem die Historie zu kennen. Im Fall Seipt hingegen handelt es sich ganz eindeutig nicht um eine Jugendsünde, denn dieser war bereits stellv. Kreisvorsitzender für die NPD und wurde bereits wegen Verstoßes gegen §86a (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) verurteilt.
Nach diesen Veröffentlichungen, fordern wir alle Piraten mit einer NPD-Vergangenheit, die diese vor ihrer Wahl nicht publik gemacht haben, dazu auf mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern zurückzutreten. „Wer ein Amt oder Mandat haben will, sollte generell jede vorherige Zugehörigkeit zu anderen Parteien und Organisationen offenlegen, dass verstehe ich unter politischer Tranparenz“ so Oliver Höfinghoff Mitglied des Abgeordnetenhaus Berlin “Wir distanzieren uns von jedwedem rechten Gedankengut strikt. Unsere Partei steht für Demokratie, Bürgerrechte und die Freiheit des Einzelnen und ist daher kein Sammelbecken für rechtes Gedankengut“ Höflinghoff weiter.
Es ist daher wichtig Lösungen für die Zukunft zu finden, um solche Vorfälle zu verhindern. Deshalb werden die Piraten gegen Rechts eine Initiative zur Veränderung der Mitgliedsanträge starten. Diese beinhaltet, dass auf Mitgliedsanträgen der Piratenpartei, wie auch bei anderen Parteien üblich, die Frage nach vorheriger Parteizugehörigkeit eingeführt werden soll. Um den Datenschutz und die Freiheiten des Einzelnen zu wahren, ist aktuell allerdings noch nicht klar ob dies auf freiwilliger oder Pflichtbasis erfolgen soll. Der Antrag soll bereits auf dem nächsten Parteitag in Offenbach Anfang Dezember behandelt werden.
Stephan D. - Piraten gegen Rechts



